Neymar-Abgang nur noch Formalie

Es begann als Gerücht. Als einige französische und spanische Medien von einem Abgang Neymars zu Paris St. Germain berichteten, dürften die meisten bereits abgewinkt haben. Verdenken kann es den Skeptikern niemand, schließlich wurde der Brasilianer in der Vergangenheit bereits öfters mit den reichen Franzosen in Verbindung gebracht. Besonders letzte Saison hielten sich die Gerüchte hartnäckig, bevor der 25-Jährige schließlich seinen Vertrag vorzeitig zu besseren Bezügen verlängerte.

Doch nun bestätigten gleich mehrere Parteien, dass Neymar mit hoher Wahrscheinlichkeit den Klub verlassen wird. Zum einen teilte der FC Barcelona in einem offiziellen Statement mit, dass Neymar dem Verein seinen Wechselwunsch mitgeteilt habe. Man werde allerdings auf die vollständige Zahlung der im Vertrag festgelegten Ausstiegsklausel in Höhe von 222 Millionen Euro bestehen. Zugleich erklärte der Berater des Profis, Wagner Ribeiro, dass PSG die Klausel zahlen wird. Die Medien berichteten anschließend von einer Verkündung des Transfers noch in dieser Woche.

Doch der Wechsel des Linksaußen führt zwangsläufig zu weiteren Problemen bei beiden Klubs. In Paris muss man sich um eine Untersuchung der UEFA sorgen. Die Verantwortlichen für die Durchsetzung des Financial Fairplays teilten bereits mit, dass man sich mit dem Transfer auseinandersetzen wird. Bei PSG, die bereits in der Vergangenheit Probleme mit dem FFP hatten, dürfte diese Meldung keine Jubelstürme auslösen. Auf der anderen Seite streiten sich Barca und Neymar derzeit über eine Vertragsprämie, die dem Spieler bei der Unterzeichnung des neuen Vertrages im vergangenen Jahr zugesichert wurde. Die Prämie in Höhe von 26 Millionen Euro sollte der Brasilianer erst ein Jahr nach Unterzeichnung des Kontrakts zustehen.

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